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"Moppel"
ist die Geschichte eines schnell angeschafften Tieres - einer Ratte
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Es ist ein Aufruf nie unüberlegt Tiere anzuschaffen und sich ihrer
ebenso schnell - wie tierschutzwidrig- wieder zu entledigen. "Moppel"
ist aus der Sicht einer Ratte geschrieben. Jetzt, wo hier liege und
mein Blut aus einer klaffenden Bauchwunde langsam in den Boden sickert,
meine Kräfte schwinden und ich langsam in den wunderbaren Zustand
der Bewusstlosigkeit übergehen kann- möchte ich mich noch
einmal zurück erinnern- wie alles begann.... Das Licht der Welt
erblickte ich irgendwo in einem Zoogeschäft. Menschen sah ich durch
die Scheibe unseres Terrariums, in dem ich und meine Geschwister aufwuchsen.
Sie klopften an diese oder schauten minutenlang zu uns herein. Hin und
wieder wurden auch ein oder gar zwei meiner elf Geschwister herausgenommen
aber nicht wieder zurückgesetzt. Das Terrarium leerte sich mit
jedem Tag mehr. Eines Tages wurde die Tür des Geschäftes geöffnet
und sofort stürmten zwei Kinder in den hinteren Teil des Ladens.
"Guck doch Mami, die niedlichen Tiere! Die kleinen Kaninchen und
da , die Meerschweinchen!" Was folgte war eine bereits etwas entnervte
Frau. "Nein, wir nehmen kein Tier mit, schließlich machen
die viel Dreck!" Energisch versuchte sie die beiden Kinder wieder
aus dem Laden zu ziehen. Diese schrieen nun aber schon wie am Spieß.
Ich sah wie eine Verkäuferin des Zooladens erschien. "Die
Kinder wollen ein Tier?" "Ja, aber es gibt keins, die kosten
nur Geld und machen Dreck." Die Verkäuferin überlegte
kurz. "Aber dann nehmen sie doch eine Ratte, die sind zur Zeit
im Sonderangebot. Ich brauche den Platz, da ist schon wieder eine schwanger.
Eine Ratte kostet sie im Unterhalt fast nichts ist auch sonst sehr anspruchslos,
stinkt nicht, haart nicht und wird nur zwei Jahre alt. Ich könnte
sie ihnen für fünf Mark das Stück geben." Die Kinder
schossen zu meinen Terrarium. "Ja Mami, bitte! Die Kleine schwarz/
weiße da, bitte!" Die erwachsene Frau folgte ihnen zögerlich.
"Fünf Mark?" fragte sie zur Sicherheit noch einmal. Die
Verkäuferin nickte. "Ach, Mami, wir haben doch noch den alten
Vogelkäfig, bitte!" "Na gut, dann nehmt die schwarz/
weiße, dann ist aber Ruhe!" Es folgte ein Freudengebrüll.
Man angelte mich heraus, stopfte mich in einen kleinen Karton und schon
schaukelte ich ungewiss meinem Schicksal entgegen. Was würde mich
wohl erwarten? Viel Erfahrung hatte ich mit Menschen ja noch nicht gemacht.
Hoffentlich gab es dort, wo sie mich hinbrachten noch eine andere Ratte,
damit ich nicht ganz alleine war. Trotz einiger kleiner Luftlöcher
wurde es unerträglich heiß in dem Pappkarton in dem ich saß,
so dass ich froh war, als meine Reise endlich beendet erschien. Der
Karton wurde jedoch noch nicht geöffnet, dafür hörte
ich aber umso besser das es draußen viel Hektik gab. Endlich kam
ich aus meinem engen, dunklen und stickigen Gefängnis heraus- und
purzelte gleich in den nächsten Käfig. Ich hoffte nun erst
mal meine Ruhe zu haben und verkroch mich in eine Ecke. Aber weit gefehlt:
ich wurde sofort wieder gepackt und festgehalten. Die beiden Kinder
aus dem Laden stritten sich schon wieder. "Ich will sie mal halten!"
"Nein gib sie mir!" Was taten sie mit mir, wollten sie mich
etwas zerreißen? In meiner Angst wehrte ich mich und biss zu.
"Aua, sie hat mich gebissen!" kreischte das eine Kind. Jetzt
kam die Frau wieder. "Jetzt tut sie erst mal in den Käfig
und lasst sie in Ruhe, was wohl euer Vater sagen wird?" Gesagt
- getan. Ich verschwand wieder im Käfig. Endlich Ruhe- nach den
Strapazen des Tages schlief ich tief und fest ein, und erwachte erst
wieder durch eine donnernde Stimme:" Eine Ratte? Und sie hat gebissen?
Die Viecher übertagen doch gefährliche Krankheiten..... Die
ist morgen aus dem Haus:" Im Hintergrund- etwas leiser- wieder
die Frau: "Aber Schatz, sein Finger ist nicht einmal geschwollen,
und die Kinder freuen sich doch so." Türen wurden zugeschlagen,
Stimmen wurden laut und leise, dazwischen weinten die Kinder. Es ging
um mich, dass wusste ich. Hatte ich mir im Laden nicht immer gewünscht,
dass mich auch einmal jemand mitnehmen würde, wie meine Geschwister?
Wollte ich nicht auch immer die Welt sehen? So hatte ich es mir jedenfalls
nicht vorgestellt. Immerhin fand ich im Käfig etwas zu fressen
und Wasser. Es war auch ein Ast da, auf dem ich balancieren konnte.
Sonst fand ich nichts aufregendes und so wollte ich abwarten, was der
nächste Tag bringen sollte. Ich rollte mich wieder in die Einstreu
um zu schlafen. Wie ich nun meine Geschwister vermisste. Ich hätte
mich gerne zwischen sie gekuschelt! Eine Weile hörte ich noch die
Stimmen, dann schlief ich ein. Am nächsten Morgen wachte ich etwas
entspannt von den Anstrengungen des letzten Tages auf. Welch eine Ruhe
und Stille im Zimmer war. Ich kletterte kurz den Ast im Käfig einmal
herauf und wieder herunter ging zum Futternapf- und legte mich wider
schlafen. Was hätte ich schon anderes tun sollen? Bis ich das Klicken
eines Schlüssels in der Tür hörte. Kurz darauf wurde
es wieder laut. Die beiden Kinder von gestern und jede Menge andere
Kinder stürzten auf mich zu. "oh nein, dachte ich, sie wollen
mich wieder zerreißen!" In panischer Angst versuchte ich
mich im hintersten Teil des Käfigs zu verstecken. Dann griffen
ihre Hände nach mir. Ich rannte. Nein, heute wollte ich mich nicht
einfach so fangen lassen. Aber die Hand wurde immer schneller. Nun,
gestern hatte mein Biss zum Erfolg geführt. Ich drehte mich wider
um und biss noch einmal zu. Die Hand zog sich aus dem Käfig zurück.
Ich hatte Erfolg gehabt! "Ach, die beisst ja," hörte
ich sie reden. "Die ist ja gar nicht so toll! Gehen wir raus, spielen."
So musste man es also machen. Ein Biss und es war vorbei. Sie zogen
die Tür hinter sich zu und gingen. Ich war wieder allein. Später
kamen sie zwar wieder zurück, aber keiner kümmerte sich mehr
um mich. Zuerst war ich ganz froh darüber, fühlte ich mich
doch endlich in Sicherheit. Mit der Zeit wurde es langweilig. Ich hätte
mir wenigsten einen Kumpel gewünscht zum spielen, putzen und kuscheln,
doch ich blieb allein. Manche Tage blieb sogar mein Futternapf leer.
Panik stieg in mir hoch: konnte ich mich doch aus meinen Metall- Gefängnis
nicht befreien. Ich war doch völlig auf die Hilfe der Menschen
angewiesen. Mit der Zeit verdreckte auch mein Käfig immer mehr.
Da half auch meine Toilettenecke nichts, da sie irgendwann so nass war,
dass ich auf eine andere Ecke des Käfigs ausweichen musste. Wie
wünschte ich mir aus dem Gefängnis heraus in die Freiheit
zu dürfen. Meine Muskeln wieder beim Rennen zu strecken, wieder
andere Ratten zu treffen, dieser Langweile entfliehen zu können
Mittlerweile war ich zu einem stattlichen Rattenbock herangewachsen
und glaubte allen Gefahren trotzen zu können. Nur vor den Menschen
wollte ich mich in acht nehmen, denn sie sperrten einen in enge Metallkäfige
- wozu, dass ist mir bis heute ein Rätsel geblieben.... Es kam
der Abend an dem ich die Kinder aufgeregt in ihrem Zimmer herumrennen
sah. Sie machten Schränke auf und holten Sachen heraus lachten
und stritten sich. Als etwas Ruhe eingekehrt war, standen sie plötzlich
vor meinen Käfig. "Mami," riefen sie. Als die Mutter
kam standen sie alle vor meinem Käfig. "Können wir Moppel
mitnehmen?" Sie lachte. "Nein, Kinder, doch nicht in den Urlaub,
dass ist eine Ratte, kein Hund." "Und wo kommt Moppel hin?"
Jetzt kam auch der Mann dazu, den ich bisher fast noch nie gesehen hatte.
Die Kinder wurden hinausgeschickt. "Was machen wir denn mit der
Ratte, die ist doch sowieso scheu," sagte die Frau. "Daran
habe ich gar nicht gedacht. Ich bringe sie morgen früh noch schnell
ins Tierheim." "Aber das hat doch Morgen früh noch nicht
auf, und ich möchte nicht den Flieger verpassen. Außerdem
die Kinder...." "Die kommen schon damit klar. Sie haben sich
doch nicht mehr um ihn gekümmert. Der Futternapf ist ja wieder
leer. Ist ja auch kein Wunder, wenn das Vieh nur beisst. Weißt
Du was, nach dem Urlaub kaufen wir ihnen ein Meerschweinchen, wenn sie
wollen, da fällt es ihnen gar nicht auf, dass die Ratte weg ist."
"Aber wo soll die Ratte denn hin?" Ach, die bringe ich morgen
in den Stadtpark, die ist doch zäh. Und da wird die vielleicht
sogar alt." Dann gingen sie aus dem Zimmer. Hatten sie etwa eben
über mein Schicksal bestimmt. Ich konnte es kaum fassen, der Stadtpark.
Das klang nach Abenteuer, nach Freiheit. Zufrieden rollte ich mich ein.
Mein Futternapf blieb an diesem Abend leer. Es war noch dunkel als der
Käfig plötzlich unsanft hochgehoben wurde. Ich konnte mich
nicht halten und rutschte in die andere Ecke. Dann fiel es mir ein wieder
ein: heute wird mein Gefängnis geöffnet. Der Mann brachte
mich zu seinem Auto und wir rumpelten durch die Nacht. In der Aufregung
vergas ich fast meinen knurrenden Magen. Da das Wasser aus dem Napf
verkippte bekam ich auch noch nasse Füße. Auch das konnte
mir meine Vorfreude im Moment nicht nehmen. Wir hielten an, und ich
wurde immer noch im Käfig durch die Nacht getragen. Ein unangenehmer
kalter Wind blies mir um die Nase, meine Füße verwandelten
sich augenblicklich in kleiner Eisblöcke. Dann wurde der Käfig
abgestellt und geöffnet. "Bloß weg dachte ich, bevor
er es sich wieder anders überlegt." Ich verschwand, so schnell
mich die kalten Füße trugen, in der Dunkelheit. Ich rannte
durch das taubehangende Gras, rannte, rannte und rannte. Ich war bereits
klitschnass, aber ich rannte immer noch. Zwischen den Wurzel eines Baumes
fand ich Unterschlupf. Mir war eiskalt. Diese Welt war ja riesig! Sie
erschien mir noch riesiger, wenn ich an die letzten Wochen dachte, die
ich so beengt gelebt hatte. Dann sah ich es. Nein zuerst roch ich es.
Es roch nach... Egal, aber auf jeden Fall lecker. Mein Magen meldete
sich wieder und ich ging dem Geruch nach. Da vorne glänzte etwas
silbernes. Vorsichtig näherte ich mich. Der Instinkt sagte mir,
das ich sehr vorsichtig sein musste. Was man nicht kennt, sollte man
besser nicht essen, hatte mir bereits meine Mutter mit auf den Weg gegeben.
Aber was sollte ich tun? Warten, bis mir jemand den köstlichen
Bissen vor der Nase wegschnappt? Fest entschlossen biss ich in das Brot,
welches aus der Silberfolie ragte, hinein. Mit den Vorderpfoten hielt
ich Stück für Stück fest und nagte genüsslich daran.
Die Sonne schob sich langsam aus der Wolkendecke hervor und es begann
zu dämmern. Ein Paradies, dachte ich gerade- da hielt ich plötzlich
inne. Ich hatte ein Geräusch gehört. Schritte und - da kam
etwas durchs Gebüsch. Bevor ich Zeit zum überlegen hatte schoss
schon etwas auf mich zu. Riessengross, das Maul mit einer Reihe weiß
blinkender Zähne weit aufgerissen, sprang es mit einem Satz auf
mich zu. Ich rannte um mein Leben. Wohin? In meiner Panik suchte ich
irgendein Versteck. Hinter mir hatte ich meinen Tod im Nacken. Das Tier
stieß so laute Töne aus, dass meine Ohren schmerzten. Ich
konnte fast seinen Atem riechen. Da vorne war ein Loch. Ich flüchtet
mich hinein- und saß in der Falle. Das Loch war leider nicht sehr
tief. Oben sah ich die Schnauze des riesigen Tieres und dann begann
es zu graben.. Die ganze Zeit stieß es dabei diese furchtbar lauten
und wütenden Töne aus. Mein Herz raste zum zerspringen. Ich
konnte nicht mehr flüchten. Das Tier hatte mich fast erreicht als
ich plötzlich wie durch einen Nebel eine Stimme vernahm: "King!
Hier!". Das Tier guckte mich ein letztes Mal an und verschwand
dann aus meinem Blickfeld. "Der hat schon wieder eine Maus oder
so was gefunden, die mussten hier im Park schon Köder auslegen
wegen denen. Ich will ja nicht, das mein Hund so ein halbtotes Tier
frisst und dann vielleicht noch Krämpfe bekommt. Nicht wahr, King?"
Eine andere Stimme sagte:" Die sollten mal etwas erfinden, was
nur die lästigen Schädlinge tötet. So ist das immer gefährlich,
wenn die Hunde das fressen." Ich hörte wie sie verschwanden.
Immer noch zitternd dachte ich daran, was sie wohl gemeint hatten. Halbtote
Tiere? Schädlinge? Was könnten sie wohl gemeint haben. Als
es wieder ruhig war, steckte ich sehr vorsichtig meine Nase aus dem
Loch heraus und witterte. Das Tier war zwar noch zu riechen, aber schon
weit weg. Die Vögel begannen über mir zu zwitschern. Nach
dem Erlebnis von eben stieg ein Instinkt von mir auf. Vorsicht! Also
flüchtete ich in Laub und fand wieder unter Baumwurzel ein geschütztes
Versteck, wo ich bleiben konnte. Mir war immer noch kalt und ich musste
zum ersten mal niesen. Gerne hätte ich geschlafen, aber das konnte
ich nicht. Um mich herum wurde es mit atemberaubender Geschwindigkeit
lauter und lauter. Ich wagte es nicht einmal einen Blick aus meinem
Versteck heraus. Ich hörte Stimmen, Schritte, das Tier, welches
mich heute früh gejagt hatte- und sehr viele davon-, Vögel
und viele andere Geräusche, Käfer, die durch das Laub liefen
und andere kleine, raschelnde Tiere. Immer wieder fielen mir die Augen
zu, ich fühlte mich schwach und musste mittlerweile auch bereits
häufiger niesen, ich hatte Durst aber ich zwang mich zum Durchhalten.
Nein, dass war nicht das Paradies, wie ich erst in einem Anflug von
Glück gehofft hatte. Ein wenig sehnte ich mich bereits wieder in
meinen langweiligen Käfig zurück. Aber ich war hier, zurückfinden
würde ich nicht und sicher gab es auch kein zurück mehr. Mein
Ziel hieß jetzt überleben, irgendwie. Langsam wird mein Bewusstsein
schwächer. Ich liege immer noch hier am Boden, mittlerweile in
meinem eigen Blut. Ich darf sterben- endlich. Solange es noch geht,
werde ich versuchen mich weiter zu erinnern. Im Park wurde es wieder
dunkel, die Stimmen, die Tiere- alle verschwanden. Es kehrte Ruhe ein.
Hunger und Durst trieben mich aus meinem Versteck heraus. Vorsichtig
witterte ich. Welche Gefahren gab es wohl da draußen? Da hörte
ich etwas vertrautes. Erst konnte ich es nicht fassen, aber beim genauern
hinhören, wusste ich es ganz genau. Da rief ein heißes Weibchen.
Ein Rattenweibchen. Ein fremdes Rudel. Diese Schreie im Ultraschallbereich
zogen mich nahezu magisch an. Ich konnte denn Drang ihnen zu folgen
nicht zurückhalten. Vergessen waren Hunger und Durst. Zielstrebig
rannte ich in die Richtung der Schreie. Ich vergas alle Vorsicht. Ich
war fast am Ziel, da baute sich plötzlich ein riesiges, nahezu
monströses Rattenmännchen vor mir auf. Mit schwarz blitzenden
Augen gefährliche Kampfschreie ausstoßend sah es mich an.
Die gelben Zähne in seinem Maul bedrohlich auseinandergerissen.
Das Fell bis aufs äußerste gesträubt. Einen Augenblick
dachte ich daran, wie schwach ich war, der Schnupfen machte mir zu schaffen-
ich war nicht bereit zu kämpfen. Trotzdem stellte ich mich auf
die Hinterbein und stieß ebenfalls einen Gegenschrei aus. Da stürzte
er sich bereits auf mich. Ich hatte nicht den Hauch einer Chance. Ich
schaffte es meine Zähne in seiner Schulter zu verbeißen,
aber er warf mich auf den Rücken. Zu spät, dachte ich, und
versuchte in letzter Sekunde einen Demutsschrei auszustoßen. Da
spürte ich bereits den schrecklichen Schmerz in meinem Bauch. Das
andere Rattenmännchen verbiss sich tief in mir. Ich schrie vor
Schmerzen und er lies einfach nicht los. Das tat er erst, als ich bewegungslos
auf dem Rücken lag. Als er sich umdrehte sah ich das ihm ein Ohr
und die Hälfte seines Schwanzes fehlte. Welche Kämpfe mit
welchen Tieren hatte er bereits überlebt? Dann verschwand er in
der Dunkelheit. Ich kann jetzt bereits spüren, das mein Körper
ganz leicht wird. Ich merke, dass ich keine Schmerzen mehr habe. Wenn
ich zurückdenke, denke ich, das ich mein ganzes Leben lang unerwünscht
war. Wozu bin ich geboren worden? Um erst in einem Glaskasten und später
in einem Käfig zu leben? Dieser Rattenmann hat das einzig richtige
für mich getan: er hat mich aus einer Welt erlöst, in der
ich nie leben wollte und auch nie hätte Leben können. Da vorne
ist die Regenbogenbrücke. Wenn ich sie überquert habe bin
ich in einer Welt, in der ich leben kann- Als Ratte. "Moppels"
toter Körper wurde am folgenden Tag von Kindern, die ihn fanden;
im Park unter einen alten Eiche beerdigt. |